PR-Konzeption für einen Sportverein
"Segeln braucht frischen Wind"
von David Staercke (PR PLUS-Kurs 37)
Die Aufgabe:
Segelvereine müssen an ihrer Selbstdarstellung arbeiten. Das erkennt auch der Deutsche Seglerverband (DSV) und erklärt, von zentraler Bedeutung sei eine konsequente, gut organisierte Öffentlichkeitsarbeit. Was aber der DSV so treffend formuliert, stößt bei vielen Segelvereinen an die Grenzen des Machbaren. Wie die meisten Segelvereine stellte sich auch der Segel-Club Hattingen e.V. die Frage, was denn eine konsequente und gut organisierte Öffentlichkeitsarbeit sei. Die PR-Konzeption „Segeln braucht frischen Wind“ liefert dem Verein individuelle Antworten und berücksicht dabei die geringen zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel.
Die Lösung:
Eine interne Befragung brachte wichtige Kenntnisse über die Mitglieder als interne Dialoggruppe. In der Analyse wurde deutlich, dass der Verein bereits über ein gutes Potenzial für interne und externe Kommunikationsmaßnahmen verfügt, dieses aber nicht professionell nutzt. Zum Beispiel hat der Verein interne Medien, in denen der Vorstand regelmäßig berichtet, dennoch fühlen sich die Mitglieder nicht in die Entscheidungen des Vorstands eingebunden. Für die Strategie hieß das, dass erst einmal das vorhandene Potential geschärft werden muss, um es für die Kommunikation nach außen nutzen zu können. Zentrale Maßnahmen der Konzeption zielen daher auf die interne Kommunikation. Ein Vereinsleitbild ist zu entwickeln und die Medien müssen optimiert werden. Danach schließt der Verein Kooperationen für Projekte, bei denen er sich als zuverlässiger und kompetenter Partner aus dem Segelsport positioniert. Denn: Dort wo wenig Ressourcen vorhanden sind, gilt es sie zu bündeln. Eines dieser Projekte wurde bereits erfolgreich als Tag des Wassersports an dem Segelrevier des Vereins durchgeführt. Gemeinsam mit der Seeverwaltung und anderen Wassersportvereinen hat der SC Hattingen Wassersportinteressierten den Umgang mit dem nassen Element und dem Wind gezeigt; die lokalen Medien berichteten ausführlich darüber.
Der Autor:
David Staercke studierte an der Ruhr-Universität Bochum Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Anglistik und Soziologie. Journalistische Erfahrung sammelte er im Print- und Rundfunkbereich und wechselte dann in die PR. Bei der Deutschen Telekom Immobilien und Service GmbH war er zwischen 1999 und 2006 unter anderem als Pressesprecher und Kommunikationsmanager tätig. Bei der STRABAG Property and Facility Services GmbH lag einer seiner Tätigkeitsschwerpunkte in der Online-Kommunikation des Unternehmens.
Das Fernstudium bei PR PLUS schloss David Staercke Anfang 2009 ab. Für ihn war es die Initialzündung für einen Wechsel aus der Unternehmenskommunikation in die Selbstständigkeit als freiberuflicher Public Relations-Berater. Sein Kommunikationsbüro hat seinen Sitz im nordrhein-westfälischen Witten. Ehrenamtlich unterstütz er von dort aus auch die Umsetzung seiner PR-Konzeption für den Segel-Club Hattingen.

