PR als Ausbildungsberuf

Tipps und Hinweise für einen erfolgreichen Berufsein(-auf)stieg

PR kann und muss man lernen!

Das Berufsfeld PR ist vielfältig und fordert ganz unterschiedliche Kompetenzen, die Sie in einer Aus- oder Weiterbildung erwerben sollten, wenn Sie im Job erfolgreich sein wollen.

Titel einer PR-Konzeption, die als PR PLUS-Abschlussarbeit erstellt wurde

  • "Entwickeln Sie ein PR-Konzept, um die umweltfreundliche Produktion im Mercedes-Benz-Werk Rastatt einer breiten Öffentlichkeit nahe zu bringen."
  • "Wir wollen der Kommunikation von Brustkrebs Deutschland e. V. eine neue Ausrichtung geben. Was können wir tun?"
  • "Machen Sie uns Vorschläge für die Erhöhung der regionalen Bekanntheit und Akzeptanz der Airport City Frankfurt."
  • "Die interne Kommunikation von RWE braucht eine neue Strategie. Wie kann die aussehen?"
  • "Unser Ausschnittdienst hat negative Kommentare über unser Unternehmen in Weblogs und auf Twitter erfasst. Wie können wir dem entgegenwirken?"

All dies sind mögliche PR-Aufträge, die ein Agentur-Kunde oder Ihr Arbeitgeber an Sie heran tragen könnte (weitere ausgezeichnete Beispiele). Könnten Sie diese Konzepte einfach so aus dem Ärmel schütteln? Wir sind ausgebildet und berufserfahren und können aus eigener Erfahrung sagen: wir hätten es vor unseren Weiterbildungen nicht gekonnt!

Wir stellen Ihnen auf unseren Karriere-Seiten vor, was PR ist und leistet und was Sie können und wissen müssen, um für jeden beliebigen Auftraggeber PR-Konzepte zu entwickeln, die der Erprobung in der Praxis standhalten.

--- Literaturhinweis --- Neuerscheinung im März 2010: Der "Karriereguide Public Relations" ist DAS Buch für Einsteiger und liefert viele Tipps und Einblicke von PR-Profis, Nachwuchskräften und Personalern. Alle Infos zum Buch hier.

Public Relations - was ist das?

Public Relations - Öffentlichkeitsarbeit - Pressearbeit - Propaganda - Marketing - Manipulation - Vertrauenswerbung - Einflussnahme - Werbung - Wirklichkeitskonstruktion - Imagepolitur. Dies sind nur einige Worte, die rund um den PR-Begriff kreisen. Was also ist PR eigentlich genau?

Edward L. Bernays gilt als einer der 'Vaeter der PR'. PR-Pionier E. Bernays um 1920 (1891-1995)

Mitte der 70er Jahre unternahm Rex Harlow in den USA den Versuch, PR-Definitionen zu zählen. Er fand 472! Diese Zahl sagt durchaus auch etwas darüber aus, wie vielfältig sich das Berufsfeld PR gestaltet. Es ist  viel mehr als nur Pressearbeit, mit der PR viel zu oft gleichgesetzt wird.

Als Übertragung des Englischen "Public Relations" prägte Albert Oeckl (1909 - 2001) den Begriff "Öffentlichkeitsarbeit". Oeckl definierte Öffentlichkeitsarbeit als "Arbeit in der Öffentlichkeit, mit der Öffentlichkeit und für die Öffentlichkeit".

In unserem ersten Studienbrief  des Fernstudiums ("Grundlagen der PR" von Prof. Dr. Peter Szyszka) definieren wir Public Relations so:

"Öffentlichkeitsarbeit oder PR-Arbeit: Beide Begriffe können als Synonyme verstanden werden. In klassischer Denkweise stehen sie für das Feld jener Kommunikationsaktivitäten, die der Selbstdarstellung einer Organisation innerhalb ihres gesellschaftlichen Umfeldes dienen sollen. Ziel dieser Aktivitäten ist es, Akzeptanz und Zustimmung für die vertretene Organisation und deren organisationspolitisches Verhalten zu gewinnen oder aufrechtzuerhalten."

>> Tipp: Werfen Sie doch mal einen Blick in unser PR-Glossar, wenn Sie sich für weitere Begriffsdefinitionen interessieren! Oder besuchen Sie das virtuelle Museum of Public Relations, wenn Sie mehr über die Geschichte der PR erfahren möchten.

Berufsbezeichnungen: PR-Berater, PR-Referent, Kommunikationsmanager,...

Schaut man sich Stellenanzeigen an, so fallen einem viele verschiedene Berufsbezeichnungen auf, mit denen Unternehmen und Organisationen nach PR-Fachleuten suchen.

Wir stellen Ihnen einige der gängigsten Bezeichnungen vor:

PR-Referent und PR-Berater:

(s. auch PR-Glossar: P)

Diese beiden Bezeichnungen sagen vor allem etwas über den Ort aus, an dem die PR-Tätigkeit ausgeübt wird: PR-Berater ist die gebräuchliche Variante für alle, die in einer PR-Agentur arbeiten. Dabei gibt es Abstufungen, die sich aus der Berufserfahrung ergeben: Junior-Berater, Berater und Senior-Berater. PR-Referent wird demgegenüber vor allem für Tätigkeiten in den Kommunikationsabteilungen von Organisationen oder Unternehmen verwendet.

PR-Redakteur und Pressesprecher:

Hier geht es nicht um den Ort des Geschehens sondern um den Tätigkeitsschwerpunkt: PR-Redakteure beschäftigen sich hauptsächlich mit der Textproduktion, z.B. von Kundenmagazinen, Mitarbeiterzeitschriften oder auch Online-Medien. Pressesprecher vertreten das Unternehmen gegenüber den Medien; sie sind also diejenigen, die Hauptansprechpartner für jegliche Anfragen von Journalisten sind oder in der Krise vor die Fernsehkameras treten müssen.

>> Lektüretipp: "Profession Pressesprecher - Ein Berufstand unter der Lupe". Der Beitrag aus dem Fachmagazin "pressesrecher" präsentiert ausgewählte Ergebnisse der Berufsfeldstudie, die im Jahr 2009 zum dritten Mal durchgeführt wurde.
Download des PDFs
mit freundlicher Genehmigung des "pressesprecher".
(siehe auch Links und Literatur/Bücher)

Kommunikations-/PR-Manager:

Hier geht es um die Hierarchiebenen: Die Kommunikationsmanager haben die Führungsfunktion in einer Kommunikationsabteilung inne. Man findet - je nach Unternehmen - oft auch englische Bezeichnungen, z.B. Manager Communications oder Chief Communications Officer (CCO).

Welche Kenntnisse und Fertigkeiten sollten Sie mitbringen?

Schon an der Vielfalt der Berufsbezeichnungen wird deutlich, dass je nach Tätigkeitsbereich u.U. sehr unterschiedliche Kompetenzen für eine erfolgreiche Berufsausübung gefordert sind. Der Berufsverband DPRG erläutert diese in seinem Qualifikationsprofil Öffentlichkeitsarbeit/PR-Arbeit.

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