Die Rahmenbedingungen
Viele Wege führen in die PR: der Berufszugang ist ähnlich wie im Journalismus offen und nicht wie bei Ärzten, Anwälten oder in vielen anderen Branchen streng geregelt. Somit gibt es auch keine einheitlichen Berufsbezeichnungen. "PR-Berater" darf sich rein theoretisch jeder nennen. Dass dies nicht sinnvoll, seriös oder professionell ist, liegt auf der Hand.
Die Anforderungen an PR-Fachleute sind spürbar gestiegen, daher ist eine hohe Qualifikation auf breiter Basis erforderlich - die Sie auf ganz unterschiedlichen Wegen erwerben können:
Empfehlung: erst einmal hineinschnuppern - PR-Praktika
PR ist kein '9 to 5-Job'. Es ist dadurch aber auch ein Job, bei dem es garantiert nie langweilig wird! Mit Agenturkunden geht der Berater auch schon mal zum Abendessen, Events finden am Wochenende statt und irgendetwas gibt es immer zu tun, das am besten schon gestern fertig geworden wäre. Ob Ihnen die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen liegen, die das Berufsfeld bietet, können Sie gut in einem Praktikum herausfinden.
Typische Ausbildungswege:
Erststudium + Praxis + PR-spezifische Fortbildung
Dieser Weg ist schon deshalb zu empfehlen, weil in vielen Unternehmen spezifisches Branchenwissen wenn auch nicht zwingend erforderlich, so doch sehr hilfreich ist. Egal welches Erststudium Sie absolvieren: eine 'PR-Nische', in die Sie Ihr Wissen einbringen können, wird sich immer finden: z.B. die Tätigkeit für Nonprofit-Organisationen, im Bereich Litigation PR, Investor Relations oder politischer Kommunikation. Zwei 'Arten' von Erststudium lassen sich unterscheiden:
- Studiengänge, die wichtige Basiskenntnisse vermitteln, z.B. BWL, Soziologie oder Kommunikationwissenschaft.
- Studiengänge, die fachspezifisches oder Branchenwissen vermitteln, z.B. naturwissenschaftliche Fachrichtungen (Medizin, Chemie, Biologie), Jura, Kulturmanagement, Theologie, Politikwissenschaft und vieles mehr.
Mit einem abgeschlossenen Erststudium könnten Sie bei uns direkt in den Master-Lehrgang "PR und Integrierte Kommunikation" einsteigen. Wenn Sie allerdings kaum praktische Berufserfahrung mitbringen, bietet sich ggf. eher unser Fernstudium an, in dem Sie in intensiven Workshops auch das 'Handwerkszeug' von Grund auf erlernen (Texten, Konzeptionieren, kommunikatives Verhalten. >> siehe "Workshops"). Wir beraten Sie gerne bei der Entscheidung für das ein oder andere Ausbildungsprogramm!
Berufsausbildung + PR-spezifische Fortbildung
Auch an eine Lehre lassen sich PR-Weiterbildungen gut anschließen. Passend ist dies vor allem bei kaufmännischen Berufen, in denen Sie bereits in Ihrer Lehrzeit erste Einblicke in die Kommunikationsabteilung Ihres Arbeitgebers erhalten.
Um bei uns im Fernstudium PR lernen zu können, müssen Sie allerdings Abitur und eine mindestens zweijährige Praxiserfahrung in einem Kommunikationsberuf vorweisen können. Mit unserer Prüfung zum akademischen PR-Berater eröffnet sich Ihnen dann jedoch die Möglichkeit, in einem Upgrade auch ohne Erststudium einen regulären Universitätsabschluss zu erwerben.
Unser viersemestriger Master-Lehrgang steht Ihnen ohne Hohschulabschluss erst nach mindestens vierjähriger Berufserfahrung mit Führungsfunktion offen.
Fachspezifische Studiengänge Kommunikation
Einige Universitäten im deutschsprachigen Raum bieten PR-spezifische Studiengänge an. Die Plätze sind allerdings begrenzt und der Andrang ist hoch. Es ist nicht leicht, einen Studienplatz zu erhalten. Z.B. gibt es an der FH Hannover den Studiengang PR/Öffentlichkeitsarbeit oder an der Uni Leipzig den Studiengang PR/Kommunikationsmanagement.
Volontariat/Traineeship
Einige Unternehmen und Agenturen bieten ein- bis zweijährige PR-Volontariate an, die teils über die gängigen Job-Portale ausgeschrieben sind. Voraussetzungen für eine Bewerbung sind zumindest Abitur, teils ein Erststudium oder zumindest erste Berufserfahrungen in der PR, die Sie über Praktika erwerben können.
Wenn Sie mit einem potenziellen Arbeitgeber über einen Volontariatsvertrag verhandeln sollten Sie darauf achten, dass eine Grundlagenausbildung wie unser Fernstudium fester Bestandteil des Volontariats ist.
Eine Buchpublikation zum Thema PR-Volontariat haben die Berufsverbände Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG) und Bundesverband Deutscher Pressesprecher (BdP) herausgegeben (2010).
Mehr zum Thema Berufsfeld, Berufseinstieg und Karrieren
In Vorträgen auf der Mannheimer "Jobs for Future" hat PR PLUS-Geschäftsführerin Christina Fischbach zuletzt im Februar 2009 einen Vortrag über das Berufsfeld gehalten. Die Präsentation können Sie sich hier ansehen:

